Unsere OMG-Jugend hat debattiert

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Debattieren – diese Redekunst beherrschten bereits die Alten Griechen, um in ihrer Demokratie sowohl Gegner als auch Publikum von der eigenen Meinung zu überzeugen. Ein Blick in die sozialen Netzwerke und Kommentarspalten der einschlägigen Tageszeitungen verrät, dass es mit dieser Debattenkultur – einem geregelten Für und Wider – doch recht weit her zu sein scheint. Zwei gute Gründe also, unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Fähigkeit zu schulen.  Vertreterinnen und Vertreter aus den neunten und zehnten Klassen nahmen am Freitag, den 24.02.2017 am OMG Schüler-debattieren-Wettbewerb als Debattanten, Juroren und Zeitwächter teil. So stellten sich in den beiden Vorrunden je acht Schülerinnen und Schüler den Themen „Soll die Bundeswehr weiterhin Werbespots im Fernsehen schalten?“ (9) und „Soll eine Kinderlosensteuer eingeführt werden?“ (10).  Nach vier intensiven Debatten und knappen Jury-Entscheidungen standen die insgesamt acht Finalistinnen und Finalisten fest: Für die 9. Jahrgangsstufe debattierten Isabel Schmitt, 9c (Pro1), Miriam Kilian, 9a (Pro2), Susen Koncar, 9a (Contra1) und Mira Denkel, 9b (Contra2) die Frage „Soll Zigarettenwerbung generell verboten werden?“. Während die Vertreterinnen der Pro-Seite besonders die Gesundheitsschäden und die Suchtgefahr in den Vordergrund stellten, gab die Contra-Seite der Wirtschaft und der Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen eine Stimme. Als Siegerin der Debatte ging Mira Denkel hervor. Für die zehnte Jahrgangsstufe zogen Vanessa Berger, 10c (Pro1), Elisabeth Morche, 10a (Pro2), Theresa Löffelmann, 10b (Contra1) und Linus Trapp, 10c (Contra2) ins Finale ein. In einer teils hitzigen und polemischen Debatte um die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens konnte Linus Trapp die Jury letztlich von seinem Standpunkt überzeugen und gewann.

Im Debattierwettbewerb am OMG wurde wieder einmal die Chance genutzt, auf kleiner Bühne große Themen zu besprechen und damit unsere Schülerinnen und Schüler fit für eine demokratische Zukunft zu machen. „Der Politikwissenschaftler Nils Heisterhagen fasste [die Bedeutung des geregelten Miteinanderstreitens in der Südwest Presse vom 05.07.2016] so zusammen: ‚Der politischen Debattenkultur in Deutschland geht es schlecht. Es fragt sich, ob es überhaupt noch eine Debatte mit Argumenten und Gründen gibt, oder ob sich alle gegenseitig nur ihr falsches Weltbild vorwerfen.‘ Vielleicht ist es an der Zeit darüber zu reden, wie wir miteinander reden.“

Genau das haben wir am OMG getan!

F. Ganzleben