Expertin zeigt Gefahren von Lifestyle-Drogen auf

  • _DSC3729
  • _DSC3731
  • _DSC3734
  • _DSC3735
  • jquery slider
  • _DSC3738
bootstrap image slider by WOWSlider.com v8.8

Castingshows, Daily-Soaps, so bezeichnete Reality-Formate im TV oder die allgegenwärtige Werbung – von allen Seiten wird uns ein angeblich „perfektes“ Bild des Menschseins suggeriert: Es sei hip, schick (d.h. dem angeblichen Schönheitsideal entsprechend) auszusehen, gut drauf zu sein und Erfolg zu haben. Um diesem Bild möglichst nahe zu kommen, bedienen sich viele, gerade junge Menschen sogenannter Lifestyle-Drogen, deren (Neben)Wirkungen allerdings weitgehend verharmlost oder gänzlich und zuweilen absichtlich verschwiegen werden.

Die Apothekerin Frau Neder aus Schweinfurt nahm sich dieses Themas an und informierte die Schülerinnen der Klasse 10b in einem kurzweiligen Vortrag über die potentiellen Gefahren und Risiken diverser „Mittel“: Koffein, ein in der breiten Öffentlichkeit akzeptiertes Aufputschmittel, führt u.a. zu innerer Unruhe oder Herzrasen und bildet zusammen mit der Einnahme von Alkohol zu einer verhängnisvollen Kombination. Die Liste der Folgen der Einnahme von Testosteron, das von angeblichen „Sportlern“ zum Muskelaufbau oder zur Leistungssteigerung „eingesetzt“ wird, ist schier unendlich: Beeinträchtigung der Leberfunktion, Aktivierung psychischer Erkrankungen (u.a. Depression), Arteriosklerose, Blutgerinnsel im Gehirn, Wassereinlagerung im Gewebe etc. Auch Schlankmacher wie z.B. Sättigungspräparate oder Entwässerungs- bzw. Fatburner-Pillen führen zu einer Störung der Leber- oder Nierenfunktion, zu einer Erhöhung des gesamten Salzhaushaltes, zu Schwindel, Schwäche und Muskelkrämpfen…… allerdings nicht zu der erhofften Gewichtsreduktion!

Die Schülerinnen zeigten sich sehr interessiert und stellten zahlreiche Nachfragen, so dass der 90minütige Vortrag die angeblichen Versprechen der verantwortlichen Industriezweige in ein rechtes, nämlich trügerisches Licht rücken konnte – und die Schülerinnen nachhaltig vor der Einnahme diverser Präparate schützen wird. Das OMG bedankt sich herzlich für das Engagement von Frau Neder! 

Bastian Paskuda