Category Archives: Q11 und Q12

Das P-Seminar „Lesen lieben lernen“ in der Stadtbücherei

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Am 2. April 2019 besuchten wir im Rahmen des Projektseminars „Lesen Lieben Lernen“, unter der Leitung von Frau von Hirschhausen, die Stadtbücherei der Stadt Schweinfurt. Zunächst führte Frau von Hirschhausen uns in die untere Etage der Bibliothek und zeigte uns sowohl eine Abteilung mit Reiseführern, als auch einige Bücher, die nützlich für die Abiturvorbereitung sind. Im Erdgeschoss wurden wir auf die aushängenden Bestseller Listen hingewiesen und auch ein Raum, der ausschließlich Zeitungen gewidmet ist, darf in einer Bücherei nicht fehlen. In unserem Projektseminar geht es primär um das Lesen an sich, und wir wollen auch einige Wochen an einer Grundschule verbringen, um die Schüler dort für das Lesen begeistern zu können. An diesem Tag war es also unser Ziel, passende Lektüren für unser Vorhaben auszuwählen. Zu diesem Zweck gingen wir in die Kinderabteilung der Bibliothek, um Inspirationen zu sammeln. Wir stellten fest, dass Bücher inhaltlich zum Teil speziell für Mädchen beziehungsweise Jungen verfasst worden sind, sodass man individuell auf die Interessen der Kinder eingehen kann. Außerdem gibt es Bücher, in welchen mit Hilfe unterschiedlicher Farben Abschnitte markiert sind, die dann von zwei Personen abwechselnd vorgelesen werden können. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Bilder, mit denen ein Buch ausgestattet ist, da diese die Vorstellungskraft der Kinder aktivieren und somit zum Spaß am Lesen beitragen.

Für unser Projektseminar war dieser Tag sehr wichtig, da wir lernten, welche Kriterien bei der Auswahl für Kinderbücher zu beachten sind, um die Schüler für das Thema „Lesen“ zu motivieren.  

Miriam

 

P-Seminar Chemie „Sorge dich nicht – Klebe!“

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Kleber! Eine aus der heutigen Zeit unverzichtbare Weise, zwei Dinge miteinander zu verbinden. Doch wie genau funktioniert das eigentlich? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch unser P-Seminar „Sorge dich nicht – Klebe!“. Unser Ziel war es, einen biologisch abbaubaren Klebstoff herzustellen. Allein bei diesem Gedanken wurde einigen von uns schon ganz schwindelig. Doch damit wir dieses Projekt zusammen anpacken konnten, mussten erst ein paar grundlegende Dinge, wie die verschiedene Klebearten, unterschiedliche Testweisen, oder auch wo Klebstoffe in der Natur vorkommen, geklärt werden. Nachdem wir dies mithilfe von Referaten geklärt hatten, begann die Recherchearbeit und das Ausprobieren. In auf verschiedene Stoffe spezialisierten Gruppen probierten und mischten wir die unterschiedlichsten Ansätze. Diese reichten von Schokoladenkleber bis hin zu Kaseinansätzen. Der harten Probe unserer Testgruppe konnten jedoch nicht alle entwickelten Kleber standhalten und so fielen nach und nach immer mehr weg. Nicht nur der Test schloss einige Kleber aus, denn nach einer durch Ferien bedingten zweiwöchigen Erholungspause hatten nicht nur wir uns entspannt. Erschreckend mussten wir feststellen, dass einige Ansätze während dieser Zeit zum Leben erwacht sind und somit schieden auch diese aus dem Rennen aus. Die Zeit wurde langsam knapper und wir hatten noch immer keinen richtigen Plan. Zum Glück blieben uns noch vier helfende Hände: Frau Streibich, die das ganze Seminar betreute und unser externen Partner Herr Professor Spielfeld, bei denen wir Rat suchten. Nach einer Zwischenpräsentation unserer bisherigen Ergebnisse an der FH hatten wir wieder neuen Mut und neue Kraft getankt, sodass wir uns entschlossen die zwei übrig gebliebenen Ansätze zu perfektionieren und uns dann für einen zu entscheiden. Das Resultat unserer Mühen: ein konkurrenzfähiger Stärke-Holzkleber. Passend dazu erstellten nun einige von uns das Layout und einen Werbefilm, während die anderen sich um die Abschlusspräsentation kümmerten. Nun waren wir am Ende unserer langen und aufregenden Reise angelangt und konnten stolz unseren „Wooglue“ anderen präsentieren. Auf Nachfrage hin müssen wir jedoch den Interessenten leider mitteilen: Unser Kleber ist momentan bedauerlicherweise noch nicht auf dem freien Markt erhältlich.

Paulina und Sofie

Besuch der Kunstkurse der 11. Jgst. im Museum Georg Schäfer

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Kurz vor den Weihnachtsferien, am 20. Dezember 2018, bekamen unsere Schülerinnen und Schüler der Q11 die besondere Gelegenheit, sich im Georg Schäfer Museum Schweinfurt mit den Werken von Egon Schiele (1890-1918) auseinanderzusetzen. Die Originale des Hauptvertreters des österreichischen Expressionismus verlassen sonst nicht die Grenzen Österreichs. Dieses Privileg wurde nun erstmals dem Georg Schäfer Museum zuteil, da es zuvor auch Werke von Karl Spitzweg an die Sammlung Leopold in Wien verliehen hatte. Fasziniert studierten unsere Kunstkurse die Gemälde und Zeichnungen von Egon Schiele. Mit seinem unverkennbaren Stil brach er nicht nur mit der damaligen akademischen Lehre, sondern auch die Tabus seiner Zeitgenossen. Besonders in seinen Figurendarstellungen wich er weit vom damaligen Schönheitsideal ab. Indem er die menschliche Psyche auf dem Hintergrund der Theorien von Sigmund Freud erforschte. Viele seiner Darstellungen wurden als obszön empfunden. Er begab sich auf die Suche nach dem Triebhaften im Menschen und seiner gequälten Seele, indem er fratzenartige Gesichter und knochige, geschundene Körper zeigte. Dass seine Darstellungen auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben, bestätigten auch unsere Schüler, beeindruckt von dem Werk eines Künstlers, der viel zu jung, bereits mit 28 Jahren, Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien verstarb.

Irene Gräb und Carina Streng

 

P-Seminar „Matheater“ des Olympia-Morata-Gymnasiums inszeniert „Die Physiker“ in einer originellen Bühnenfassung

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Drei Physiker, die als Patienten in einer privaten psychiatrischen Klinik unter der Obhut der Anstaltsleiterin Frau Dr. Mathilde von Zahnd ihr Dasein verbringen und sich dabei als „Irre“ ausgeben, ermorden eine Pflegerin nach der anderen, nur um eine Entdeckung zu schützen, die die Gefahr der Vernichtung der Welt in sich birgt, bzw. um genau nach dieser zu trachten.  An sich enthält Friedrich Dürrenmatts Drama „Die Physiker“ schon genug Zündstoff für einen gelungenen Theaterabend. Die 13 Teilnehmer(innen) des P-Seminars „Matheater“ hatten allerdings von ihrer Lehrkraft StD Bastian Paskuda zudem den Auftrag erhalten, die textliche Originalvorlage dahingehend zu bereichern, dass die jeweiligen wissenschaftlichen Errungenschaften derjenigen „echten“ Physiker bzw. Mathematiker, deren Namen Dürrenmatt für seine Protagonisten entlehnt hat, in das Stück Eingang finden. Diese Aufgabe meisterten die Schüler(innen) mit Bravour, wovon sich die Besucher der Aufführung am vergangenen Freitag im gut gefüllten Kellertheater des Olympia-Morata-Gymnasiums überzeugen konnten. So fabulierte der sichtlich verwirrte, schlaftrunkene und ewig Geige spielende Ernst Heinrich Ernesti (alias Einstein) mit einem Plüschteddy in der Bademanteltasche über die Relativität von Raum und Zeit und „demonstrierte“ die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit durch den Lichtkegel einer LED-Lampe. Herbert Georg Beutler, der sich zeitweilen als Sir Issac Newton ausgibt, zeigte sich entzückt und gerührt über die Entdeckung der Gravitation, als er unabsichtlich einen Apfel zu Boden fallen ließ. Johann Wilhelm Möbius schließlich geriet scheinbar in einen Wahn, als er dem anwesenden Kriminalinspektor Richard Voß sowie dem Publikum die besonderen Eigenschaften des „Möbiusbandes“ anhand der unendlichen Wanderschaft einer Ameise illustrierte. Am Ende griff jedoch wieder die Originalvorlage: Als einzige wirkliche Verrückte entpuppt sich die Anstaltsleiterin selbst, die mit der von ihr geklauten Formel die Weltherrschaft erringen möchte und die drei Physiker eingesperrt im Irrenhaus zurücklässt. Die Theaterbesucher zeigten sich begeistert ob der Originalität der Inszenierung, der schauspielerischen Glanzleistungen und des gelungenen Rahmenprogramms, bei welchem u.a. selbst gebackene Plätzchen mit Einstein-Konterfeis zum Verzehr angeboten wurden. StD Paskuda hob besonders hervor, dass das gesamte „Projekt“ (Auswahl des Stücks, Textänderungen, Inszenierung, Entwicklung der Charaktere, Schauspiel, Bühnenbild, Requisiten, Styling, Werbung, Catering etc.) von den Schüler(innen) selbst gestemmt wurde. Zur Professionalisierung engagierten sie zudem eigenständig eine Theaterpädagogin des Theaters Schloss Maßbach für einen vierstündigen Workshop. Alle Mühen und Sonderproben haben sich aber gelohnt: Dieser Theaterabend wird allen Anwesenden noch lange in bester Erinnerung bleiben.

 

Störtebekers W-Seminar in der FH-Bibliothek

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Dass man im W-Seminar Literatur suchen, sichten, auswerten muss, um daraus seine eigenen Gedanken zu einem bestimmten Thema aufs Papier zu bringen, das ist mittlerweile jedem klar, der die Oberstufe des Gymnasiums besucht. Dass man dabei tatkräftige Unterstützung hat, davon konnte sich das W-Seminar im Leitfach Geografie am 15.11.2018 überzeugen. In einer effektiv gestalteten Schulung lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man in einer Bibliothek nach Monografien, Zeitschriften, E-Books, Statistiken und Aufsätzen recherchiert, um möglichst schnell und gezielt für sein Thema an Informationen zu gelangen. Hinzu kommt, dass wir einen riesigen Pluspunkt mit der Lage unseres Gymnasiums neben der FH Schweinfurt haben: Innerhalb von zwei Minuten ist man dort in der Bibliothek und kann seine per Fernleihe bestellten Bücher kostenlos abholen oder dort einsehen, scannen oder ausleihen. Den Bibliotheksausweis gab es als Give-away am Ende unseres Besuchs dazu. Dann kann es ja bald mit dem Schreiben losgehen…  

C. Sauer

 

Nach gestern dämmert es auch morgen

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Unterrichtsgang des Kunstkurses in die Ausstellung „Nach gestern dämmert es auch morgen“ des Kunstvereins Schweinfurt e. V. im Kunstsalong der Kunsthalle. Am 13.Dezember 2018 durfte der Kunstkurs der 11. Jgst. mit Frau Kaufmann und Frau Gräb in den Kunstsalong des Kunstvereins Schweinfurt e. V. in der Kunsthalle, genauer gesagt in die dortige Debütanten-Ausstellung von Tobias Wryzykowski. Seine auf den ersten Blick abstrakt anmutenden Gemälde erinnern an Landschaften, in denen der Betrachter immer wieder Neues entdecken kann. Deswegen wohl erhielt Wryzykowskis Ausstellung den Titel „Nach gestern dämmert es auch morgen“. Die Ironie im Titel findet sich durchaus auch in Wryzykowskis Bildern, was sie spannend und mutig bezüglich der Malerei wirken lässt. Das Besondere war, dass sich der Künstler selbst Zeit nahm, um den Schülerinnen und Schülern persönlich für ihre Fragen zur Verfügung zu stehen. Der preisgekrönte Künstler sprach dabei unter Anderem über seine Arbeiten, über künstlerische Maltechniken sowie über Studiengänge an der Kunsthochschule. Diese außergewöhnliche Chance des direkten Künstlerkontakts ermöglichte StRin Andrea Kaufmann. Unserem neuen Schulleiter Thomas Kreutzmann verdanken wir, dass wir diese einmalige Gelegenheit wahrnehmen durften!

Irene Gräb

Tourismus und Naturschutz – gegen- oder miteinander?

„Miteinander!“ lautete das überwiegende Fazit des Expertenvortrags für die fünf Geographiekurse der Oberstufe. Referentin war Lisa Majewski, eine ehemalige Schülerin des OMG (Abitur 2011). Ihr Studium der Geographie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg schloss sie mit Bachelor und Master ab. Neben ihrer Tätigkeit in der Lehre führt sie als Doktorandin am Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung seit 2017 ein Forschungsprojekt über die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in deutschen Schutzgebieten durch, das sie den anwesenden Schülern vorstellte.

Zunächst erläuterte sie uns die unterschiedlichen Kategorien von Großschutzgebieten, nämlich Naturparks, Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservate, ihr eigentliches Spezialgebiet. Diese Biosphärenreservate wie z. B. das in unserer Rhön oder auch die Elbelandschaft sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, die in verschiedene Zonen gegliedert sind. Majewski berichtete mit anschaulichem Bildmaterial von ihren Untersuchungen und Befragungen der Touristen in diesen Gebieten, die sie im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz durchführte. Über Zeiträume, Motive für den Besuch, benutzte Verkehrsmittel, bevorzugte Aktivitäten und das jeweils in der Region ausgegebene Geld wurden Tausende von Daten erhoben, Statistiken und Diagramme erstellt, die zur Weiterentwicklung der Schutzgebiete verwendet werden können. So wurde klar, dass beispielsweise das Biosphärenreservat Rhön typischerweise von Tagesgästen besucht wird, die häufig auch die Nebensaison nutzen, da dann das Wetter für Wanderer günstiger ist. Konkurrierende Flächenansprüche wie z. B. zwischen Land- oder Forstwirtschaft und Naturschutz wurden ebenso thematisiert wie die auftretenden Umweltbelastungen durch die überwiegende Nutzung privater PKWs bei der Anreise. Während der Präsentation und bei der Beantwortung der Schülerfragen wurde klar, dass vor allem peripher gelegene ländliche Räume von der Einrichtung anerkannter Schutzgebiete ökonomisch profitieren, da sie dann touristisch gezielter vermarktet und regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden können, was letztlich dann auch Arbeitsplätze sowie direkte und indirekte Einkommen schafft.

Lara, Oshini und Mona, Barbara Schug