Category Archives: Q11 und Q12

Besuch der Kunstkurse der 11. Jgst. im Museum Georg Schäfer

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Kurz vor den Weihnachtsferien, am 20. Dezember 2018, bekamen unsere Schülerinnen und Schüler der Q11 die besondere Gelegenheit, sich im Georg Schäfer Museum Schweinfurt mit den Werken von Egon Schiele (1890-1918) auseinanderzusetzen. Die Originale des Hauptvertreters des österreichischen Expressionismus verlassen sonst nicht die Grenzen Österreichs. Dieses Privileg wurde nun erstmals dem Georg Schäfer Museum zuteil, da es zuvor auch Werke von Karl Spitzweg an die Sammlung Leopold in Wien verliehen hatte. Fasziniert studierten unsere Kunstkurse die Gemälde und Zeichnungen von Egon Schiele. Mit seinem unverkennbaren Stil brach er nicht nur mit der damaligen akademischen Lehre, sondern auch die Tabus seiner Zeitgenossen. Besonders in seinen Figurendarstellungen wich er weit vom damaligen Schönheitsideal ab. Indem er die menschliche Psyche auf dem Hintergrund der Theorien von Sigmund Freud erforschte. Viele seiner Darstellungen wurden als obszön empfunden. Er begab sich auf die Suche nach dem Triebhaften im Menschen und seiner gequälten Seele, indem er fratzenartige Gesichter und knochige, geschundene Körper zeigte. Dass seine Darstellungen auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben, bestätigten auch unsere Schüler, beeindruckt von dem Werk eines Künstlers, der viel zu jung, bereits mit 28 Jahren, Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien verstarb.

Irene Gräb und Carina Streng

 

P-Seminar „Matheater“ des Olympia-Morata-Gymnasiums inszeniert „Die Physiker“ in einer originellen Bühnenfassung

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Drei Physiker, die als Patienten in einer privaten psychiatrischen Klinik unter der Obhut der Anstaltsleiterin Frau Dr. Mathilde von Zahnd ihr Dasein verbringen und sich dabei als „Irre“ ausgeben, ermorden eine Pflegerin nach der anderen, nur um eine Entdeckung zu schützen, die die Gefahr der Vernichtung der Welt in sich birgt, bzw. um genau nach dieser zu trachten.  An sich enthält Friedrich Dürrenmatts Drama „Die Physiker“ schon genug Zündstoff für einen gelungenen Theaterabend. Die 13 Teilnehmer(innen) des P-Seminars „Matheater“ hatten allerdings von ihrer Lehrkraft StD Bastian Paskuda zudem den Auftrag erhalten, die textliche Originalvorlage dahingehend zu bereichern, dass die jeweiligen wissenschaftlichen Errungenschaften derjenigen „echten“ Physiker bzw. Mathematiker, deren Namen Dürrenmatt für seine Protagonisten entlehnt hat, in das Stück Eingang finden. Diese Aufgabe meisterten die Schüler(innen) mit Bravour, wovon sich die Besucher der Aufführung am vergangenen Freitag im gut gefüllten Kellertheater des Olympia-Morata-Gymnasiums überzeugen konnten. So fabulierte der sichtlich verwirrte, schlaftrunkene und ewig Geige spielende Ernst Heinrich Ernesti (alias Einstein) mit einem Plüschteddy in der Bademanteltasche über die Relativität von Raum und Zeit und „demonstrierte“ die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit durch den Lichtkegel einer LED-Lampe. Herbert Georg Beutler, der sich zeitweilen als Sir Issac Newton ausgibt, zeigte sich entzückt und gerührt über die Entdeckung der Gravitation, als er unabsichtlich einen Apfel zu Boden fallen ließ. Johann Wilhelm Möbius schließlich geriet scheinbar in einen Wahn, als er dem anwesenden Kriminalinspektor Richard Voß sowie dem Publikum die besonderen Eigenschaften des „Möbiusbandes“ anhand der unendlichen Wanderschaft einer Ameise illustrierte. Am Ende griff jedoch wieder die Originalvorlage: Als einzige wirkliche Verrückte entpuppt sich die Anstaltsleiterin selbst, die mit der von ihr geklauten Formel die Weltherrschaft erringen möchte und die drei Physiker eingesperrt im Irrenhaus zurücklässt. Die Theaterbesucher zeigten sich begeistert ob der Originalität der Inszenierung, der schauspielerischen Glanzleistungen und des gelungenen Rahmenprogramms, bei welchem u.a. selbst gebackene Plätzchen mit Einstein-Konterfeis zum Verzehr angeboten wurden. StD Paskuda hob besonders hervor, dass das gesamte „Projekt“ (Auswahl des Stücks, Textänderungen, Inszenierung, Entwicklung der Charaktere, Schauspiel, Bühnenbild, Requisiten, Styling, Werbung, Catering etc.) von den Schüler(innen) selbst gestemmt wurde. Zur Professionalisierung engagierten sie zudem eigenständig eine Theaterpädagogin des Theaters Schloss Maßbach für einen vierstündigen Workshop. Alle Mühen und Sonderproben haben sich aber gelohnt: Dieser Theaterabend wird allen Anwesenden noch lange in bester Erinnerung bleiben.

 

Störtebekers W-Seminar in der FH-Bibliothek

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Dass man im W-Seminar Literatur suchen, sichten, auswerten muss, um daraus seine eigenen Gedanken zu einem bestimmten Thema aufs Papier zu bringen, das ist mittlerweile jedem klar, der die Oberstufe des Gymnasiums besucht. Dass man dabei tatkräftige Unterstützung hat, davon konnte sich das W-Seminar im Leitfach Geografie am 15.11.2018 überzeugen. In einer effektiv gestalteten Schulung lernten die Schülerinnen und Schüler, wie man in einer Bibliothek nach Monografien, Zeitschriften, E-Books, Statistiken und Aufsätzen recherchiert, um möglichst schnell und gezielt für sein Thema an Informationen zu gelangen. Hinzu kommt, dass wir einen riesigen Pluspunkt mit der Lage unseres Gymnasiums neben der FH Schweinfurt haben: Innerhalb von zwei Minuten ist man dort in der Bibliothek und kann seine per Fernleihe bestellten Bücher kostenlos abholen oder dort einsehen, scannen oder ausleihen. Den Bibliotheksausweis gab es als Give-away am Ende unseres Besuchs dazu. Dann kann es ja bald mit dem Schreiben losgehen…  

C. Sauer

 

Nach gestern dämmert es auch morgen

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Unterrichtsgang des Kunstkurses in die Ausstellung „Nach gestern dämmert es auch morgen“ des Kunstvereins Schweinfurt e. V. im Kunstsalong der Kunsthalle. Am 13.Dezember 2018 durfte der Kunstkurs der 11. Jgst. mit Frau Kaufmann und Frau Gräb in den Kunstsalong des Kunstvereins Schweinfurt e. V. in der Kunsthalle, genauer gesagt in die dortige Debütanten-Ausstellung von Tobias Wryzykowski. Seine auf den ersten Blick abstrakt anmutenden Gemälde erinnern an Landschaften, in denen der Betrachter immer wieder Neues entdecken kann. Deswegen wohl erhielt Wryzykowskis Ausstellung den Titel „Nach gestern dämmert es auch morgen“. Die Ironie im Titel findet sich durchaus auch in Wryzykowskis Bildern, was sie spannend und mutig bezüglich der Malerei wirken lässt. Das Besondere war, dass sich der Künstler selbst Zeit nahm, um den Schülerinnen und Schülern persönlich für ihre Fragen zur Verfügung zu stehen. Der preisgekrönte Künstler sprach dabei unter Anderem über seine Arbeiten, über künstlerische Maltechniken sowie über Studiengänge an der Kunsthochschule. Diese außergewöhnliche Chance des direkten Künstlerkontakts ermöglichte StRin Andrea Kaufmann. Unserem neuen Schulleiter Thomas Kreutzmann verdanken wir, dass wir diese einmalige Gelegenheit wahrnehmen durften!

Irene Gräb

Tourismus und Naturschutz – gegen- oder miteinander?

„Miteinander!“ lautete das überwiegende Fazit des Expertenvortrags für die fünf Geographiekurse der Oberstufe. Referentin war Lisa Majewski, eine ehemalige Schülerin des OMG (Abitur 2011). Ihr Studium der Geographie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg schloss sie mit Bachelor und Master ab. Neben ihrer Tätigkeit in der Lehre führt sie als Doktorandin am Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung seit 2017 ein Forschungsprojekt über die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in deutschen Schutzgebieten durch, das sie den anwesenden Schülern vorstellte.

Zunächst erläuterte sie uns die unterschiedlichen Kategorien von Großschutzgebieten, nämlich Naturparks, Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservate, ihr eigentliches Spezialgebiet. Diese Biosphärenreservate wie z. B. das in unserer Rhön oder auch die Elbelandschaft sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung, die in verschiedene Zonen gegliedert sind. Majewski berichtete mit anschaulichem Bildmaterial von ihren Untersuchungen und Befragungen der Touristen in diesen Gebieten, die sie im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz durchführte. Über Zeiträume, Motive für den Besuch, benutzte Verkehrsmittel, bevorzugte Aktivitäten und das jeweils in der Region ausgegebene Geld wurden Tausende von Daten erhoben, Statistiken und Diagramme erstellt, die zur Weiterentwicklung der Schutzgebiete verwendet werden können. So wurde klar, dass beispielsweise das Biosphärenreservat Rhön typischerweise von Tagesgästen besucht wird, die häufig auch die Nebensaison nutzen, da dann das Wetter für Wanderer günstiger ist. Konkurrierende Flächenansprüche wie z. B. zwischen Land- oder Forstwirtschaft und Naturschutz wurden ebenso thematisiert wie die auftretenden Umweltbelastungen durch die überwiegende Nutzung privater PKWs bei der Anreise. Während der Präsentation und bei der Beantwortung der Schülerfragen wurde klar, dass vor allem peripher gelegene ländliche Räume von der Einrichtung anerkannter Schutzgebiete ökonomisch profitieren, da sie dann touristisch gezielter vermarktet und regionale Wirtschaftskreisläufe geschlossen werden können, was letztlich dann auch Arbeitsplätze sowie direkte und indirekte Einkommen schafft.

Lara, Oshini und Mona, Barbara Schug

P-Seminar Buchwoche

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„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“
Heinrich Heine

Mit diesem Motto ist das P-Seminar Deutsch unter der Leitung von Frau Beuschel am Mittwoch, den 14.11.18, in die dreitägige Buchwoche mit dem Thema „Krimi & Fantasy“ gestartet. Nach der Auftaktveranstaltung am Mittwochmorgen für die Schulleitung, das Hugendubel-Team, den Autor Sören Prescher und alle interessierten Lehrer ging es weiter mit dem ersten Highlight für die 5. bis 8. Jahrgangsstufe. Für diese Klassen fand am Mittwoch in der 3. & 4. Stunde eine Lesung von Herrn Prescher zu seinem Buch „Sherlock Holmes taucht ab“ mit anschließender Fragerunde statt, an der sich alle Schüler mit großer Begeisterung beteiligt haben. Danach folgte bis Freitag, den 16.11.18, für alle Klassen bis zur 8. Jahrgangsstufe ein 45-minütiger Besuch der Buchwoche. In dieser Zeit konnten sich die Schüler in den Themenbereichen „Krimi & Abenteuer“, „Fantasy“, „Romantasy“ und „Mythen & Fabelwesen“ umschauen, Quizze lösen oder einfach im Lesebereich mit einem Buch in der Hand entspannen und sich von der Welt der Bücher verzaubern lassen. Die vier Gewinner der Quizze sind Viktor Krappmann (7b), Nicole Grindl (5b), Brin Armin (7a) und Marlene Stadlbauer (7c), herzlichen Glückwunsch und ebenfalls ein großes Lob an alle Quizteilnehmer, für die es dieses Mal leider nicht gereicht hat. Am Donnerstag, den 15.11.18, wurde die Buchwoche dann von 13.00 – 13.30 Uhr auch für alle anderen Interessierten geöffnet, um der gesamten Schulfamilie einen Einblick in die neumonatige Arbeit des P-Seminars zu ermöglichen. Durch die großartige Unterstützung der Buchhandlung Hugendubel ist es dem P-Seminar gelungen, eine einzigartige Mischung aus Klassikern, den eigenen Lieblingsbüchern, einigen Geheimtipps und Neuerscheinungen zu kreieren. So fand die Buchwoche mit ihrer speziellen Auswahl an Büchern bei allen Schülern großen Gefallen und dem P-Seminar ist es hoffentlich gelungen auch einige Lesemuffel für die Welt der Bücher zu begeistern.

Goethe, Schiller und eine Kakerlake namens Herrmann

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Die Weimarfahrt der Q 11 am 19.10.2018 

  • „Persönlich interessiert mich Goethes und Schillers Leben einfach nicht, was bringt mir das im Leben weiter, wenn ich die Biographie von 2, einst berühmten Dichtern kenne?“

So die Reaktion eines Schülers oder einer Schülerin. Tja, das ist natürlich die Frage….

Erfreulicherweise kommentierte die Mehrzahl der Teilnehmer*innen die Exkursion eher positiv:

  • Interessant und gute Idee, schöne Stadt, aber viel auf einmal (→ 2 Tage?)
  • Interessant, originale Möbel usw. zu sehen
  • Es war körperlich sehr anstrengend.
  • Die Stadt war süß und die Architektur beeindruckend.
  • Die Führerin war nett, aber meine Beine tun weh vom vielen Laufen.
  • Weimar ist eine kleine Stadt mit großer Bedeutung und Geschichte (und wenigen Asialäden).
  • Der Eismann gab mir mit den Worten „Bella Grande“ eine Kugel Eis umsonst.
  • Weimar hat auch uns eine gute Erinnerung hinterlassen, denn wir bekamen 5 Kugeln Eis und 2 Milchshakes umsonst. Es hat sich gelohnt!

Für alle Kurse gab es eine Führung durch das Nationalmuseum mit umfangreichen Informationen. Dann ging es ohne Unterbrechung aber mit Audioguide am Ohr weiter durch Goethes repräsentatives Wohnhaus. Natürlich wurden wir auch durch das Schillersche Wohnhaus geführt und lernten bei einer Stadtführung mit Kurzreferaten von  Schülern*innen die wichtigsten Stationen der Weimarer Klassik kennen.

  • Es war schön, die Wohnhäuser von Goethe und Schiller betreten zu dürfen.
  • Obwohl Goethe und Schiller bereits tot sind, wurden diese durch den Ausflug ein Stück lebendiger.
  • Wir sind zwar viel gelaufen, aber ich fand die Exkursion sehr interessant und wir bekamen genaue Infos über Goethe und Schiller, war cooler, als ich dachte.
  • Dieser Ausflug hat unsere Vorstellungen von Goethe und Schiller vertieft.

Anschließend war der allgemeine Hunger groß, die Füße schmerzten und alle Teilnehmer*innen konnten das Städtchen individuell für sich erobern und dabei die unterschiedlichsten Erfahrungen machen.

  • Uns hat es gefallen, denn wir bekamen einen tiefen Eindruck von Goethes und Schillers Leben. Außerdem aßen wir eine große „Thüringer Rostbratwurst“ am Marktplatz.
  • Außergewöhnliche Begegnung in Weimar:
  • Eigentlich ist Weimar für Goethe und Schiller bekannt. In einem kleinen Laden mit einer sehr großen Steine-/ Insektensammlung durfte Jasmin aber eine besondere Erfahrung machen: Eine Kakerlake namens Herrmann, 1,5 Jahre alt, 10cm groß, auf die Hand nehmen und streicheln. Wenn wir an Weimar denken, kommen uns nun die Namen Goethe, Schiller und Herrmann in den Sinn, danke Weimar!

Birgit von Hirschhausen