Projektskizze

Das Gesamtprojekt dauerte zwei Schuljahre (13.09.2012 bis 31.07.2014). Es möchte die Schülerinnen und Schüler auf örtliche und regionale Geschäftsideen aufmerksam machen, die sich der Verbreitung lokaler Lebensmittel annehmen.
Nachhaltig ist eine derartige Wirtschaft in dem Sinne, dass sowohl Erzeuger als auch Konsumenten, die auf regionale Lebensmittel setzen, einen Beitrag zur Erhaltung regionaler Produktionstraditionen von Lebensmittel und deren Verarbeitung leisten und gleichzeitig dafür sorgen, schädliche Umwelteinflüsse, die durch einen oft wenig sinnvollen Import von Lebensmitteln entstehen, mittelfristig zu verringern helfen. Durch den Kontakt mit unseren Nachbarländern werden zudem auch die überregionalen Aspekte desselben Phänomens erarbeitet. Durch die Veröffentlichung unserer Arbeitsergebnisse wünschen wir über die Grenzen unserer Schulen hinaus, einen Bewusstseinswandel in Bezug auf den Umgang mit regionalen Produkten in der breiten Öffentlichkeit vor Ort anzustoßen. Das Projekt beleuchtet die Herkunft und Vielfalt regionaler Lebensmittel genauso wie deren Qualität und deren Verzehr.

Die Schülerinnen und Schüler lernen den Anbau regionaler Produkte kennen; sie starten ihre ersten Kochversuche; sie besichtigen Betriebe, analysieren Produkte chemisch und studieren Geschäfts- und Marketingstrategien; ihre Arbeitsergebnisse halten sie in Form von Präsentationen, Websiteeinträgen, Vorträgen und Kochbüchern und Kurzfilmen fest. Diese werden sowohl den Schülerinnen und Schüler vor Ort als auch denen der Partnerschulen zugänglich gemacht.

Regelmäßige Arbeitstreffen (eines in jedem Land) helfen, den Projektverlauf zu evaluieren. Dabei werden die Schülerinnen, soweit das möglich ist, in den Sprachen der jeweiligen Gastgeber kommunizieren. Darüber hinaus wird die gemeinsame Projektsprache Englisch sein.

Das Projekt arbeitet an einer Vorstellung von Europa als einem Zusammenschluss von Regionen, die mit ähnlich gelagerten Problemen und Herausforderungen für die Zukunft ringen, und stärkt in den teilnehmenden Ländern den Blick für die Stärken und Vorzüge der eigenen Region.

Konkret setzen die Schüler in länderübergreifenden Teams verschiedene Projektideen um. Unter anderem soll gemeinsam ein europäisches Kochbuch erarbeitet werden, in dem Rezepte aus den verschiedenen Ländern vorgestellt werden. Außerdem sollen Ernährungsgewohnheiten, der Anbau von Obst und Gemüse und deren Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie in den einzelnen Ländern beobachtet und verglichen werden.

Neben dem inhaltlichen Arbeiten ist der Aufenthalt in Gastfamilien eine wichtige Chance, die anderen Länder kennenzulernen und die in der Schule erworbenen Fremdsprachenkenntnisse einem Praxistest zu unterziehen.

An dem Projekt beteiligt sind: Collège Fernand Garandeau, La Tremblade (Frankreich), Instituto de Educación Secundaria Ies Sem Tob, Palencia (Spanien), Ersin Bacaksiz Anadolu Lisesi, Ankara (Türkei), Olympia-Morata-Gymnasium, Schweinfurt.

Friedhelm Klöhr