O nos felices…

Am Donnerstag, den 12. April, bekamen unsere Lateiner der 9. bis 12. Jahrgangsstufen ein besonderes Schmankerl geboten: Prof. Niklas Holzberg, bis 2011 an der Universität München tätig, nahm die lange Anreise aus Oberbayern auf sich, um unseren Schülern einen unterhaltsamen Vortrag über den Dichter Ovid und das Leben, besser Lieben im antiken Rom zu bieten. Kernthema war Ovids Verwandlungsgeschichte (d.h. Metamorphose) „Apoll und Daphne,“ in der sich die Nymphe Daphne erfolgreich gegen die Nachstellungen des Gottes Apoll wehrt, sich schlussendlich von ihrem Vater, dem Flussgott Peneios, in einen Lorbeerbaum verwandeln lässt, der dem enttäuschten Apoll nurmehr den harten Stamm darbietet. Diese Metamorphose nahm Holzberg nicht nur zum Anlass, über andere Dichter wie Catull oder die Gattungen Elegie und Epos zu sprechen, nein, er beleuchtete intensiv das Verhältnis von Männlein und Weiblein zur Kaiserzeit – auch persönliche Erlebnisse fehlten zur großen Freude unserer Schüler nicht. Und so gelang es ihm, sein Publikum 90 Minuten lang ohne Powerpointfolien oder Einspielfilmchen, dafür mit Witz und Verständnis für die Seelennöte eines unglücklich Verliebten in seinen Bann zu schlagen. Sichtlich freute er sich, dass die Schüler nicht nur ihre Begeisterung zeigten, sondern auch seine Zwischenfragen beantworten konnten. Den krönenden Abschluss bildete sein musikalischer Vortrag der Interpretation der Metamorphose von Hans Sachs.

Ariane Lory