Kategorie-Archiv: Religion

Besuch der historischen Synagoge und des Jüdischen Kulturmuseums in Veitshöchheim

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Am 20. Februar 2018 besuchten die Klassen 9ab zusammen mit den Lehrkräften Herrn Schweser und Frau Dr. Schnepf die ehemalige Synagoge in Veitshöchheim. Während sich zunächst eine Gruppe im Museum anhand eines Arbeitsblattes selbständig die nötigen Informationen erarbeitete, besichtigte die andere Gruppe zusammen mit Frau Dr. Edelmann, unserer kundigen Führerin, die Synagoge. Die Synagoge, die 1730 gebaut wurde, bildete den Mittelpunkt der seit 1644 in Veitshöchheim ansässigen jüdischen Gemeinde, die 1942 mit der Deportation der letzten noch am Ort lebenden Juden ausgelöscht wurde. Der Verkauf dieser Synagoge an die Gemeinde Veitshöchheim (1938) bewahrte das Gebäude vor der Zerstörung in der Reichspogromnacht. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie in ein Feuerwehrhaus umgebaut. Als 1986 das nun leerstehende Gebäude zu einer Kunstgalerie umgebaut werden sollte, entdeckte man im Fußboden die Trümmer der ehemaligen Inneneinrichtung. Nach alten Fotos konnte das Innere der Synagoge wieder vollständig hergestellt werden. Besonders beeindruckt hat uns das mächtige Almemor, also eine Art Kanzel, von der aus die Tora während des Gottesdienstes vorgelesen wurde. Im Dachboden der ehemaligen Synagoge entdeckte man 1986 außerdem die Genisa – eine umfangreiche Ablage von Büchern, Drucken und einigen religiösen Gegenständen (nach jüdischem Gebot dürfen unbrauchbar gewordene Texte nicht vernichtet werden; deshalb werden sie in der Genisa, einem verborgenen Ort oft auf dem Dachboden von Synagogen abgelegt). Im Museum ist ein Teil dieser Veitshöchheimer Genisa ausgestellt. Die verschiedenen Themenbereiche machten uns mit der jüdischen Religion und Literatur, aber auch mit der Geschichte der Veitshöchheimer jüdischen Gemeinde vertraut. Auf dem Dachboden des Museums entdeckten wir auch eine luftige (und ziemlich kalte) Laubhütte, in der die Veitshöchheimer Juden einst Sukkot, das Laubhüttenfest, feierten.

Dr. W. Schnepf

 

Das OMG gibt Olympia Morata eine Stimme!

Der Beitrag des Olympia-Morata-Gymnasiums zum Reformationsjubiläum 2017 in Wittenberg ist jetzt auch auf einer schön gestalteten Homepage anzuhören. Es waren ja einige Hörszenen entstanden, die Leben und Glaube von Olympia Morata lebendig werden ließen. Die Stimmen von einigen unserer Schülerinnen und Schüler bleiben jetzt auch im World Wide Web lebendig!

Sehens- und hörenswert:

http://wittenberg.luther2017-bayern.de/

W. Schweser

 

Wanderausstellung „Vom Dunkel ins Licht“

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Von 10. bis 24.07.2017 war die Wanderausstellung „Vom Dunkel ins Licht“ Gast in Räumlichkeiten des Olympia-Morata-Gymnasiums. Konzipiert und erstellt wurde die Ausstellung durch das FrauenWerk Stein e. V., nach Schweinfurt geholt durch die Dekanatsfrauenbeauftragte Brigitte Buhlheller mit ihrem Team. Anlass sind 500 Jahre Reformation und 475 Jahre Reformation in Schweinfurt – diese Jubiläen werden im Dekanat Schweinfurt mit einer großen Zahl von Veranstaltungen begangen. Am 10. Juli wurde die Ausstellung eröffnet: Nach der Begrüßung durch OStDin Kaminski und Frau Buhlheller sprachen Dekan Oliver Bruckmann und Oberbürgermeister Sebastian Remelé ein Grußwort; Ulrike Knörlein, Referentin für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein, führte inhaltlich in die Themen der Ausstellung ein und zeigte äußerst fundiert interessante Zusammenhänge auf. Im Anschluss bestand für die Gäste die Gelegenheit bei Bewirtung durch Schülerinnen des OMG sich in die Ausstellung zu vertiefen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Alexander B.(7c).

Eröffnung der Wanderausstellung „Vom Dunkel ins Licht“ – Frauen der Reformation im süddeutschen Raum

plakat_ausstellung am Montag, den 10. 07. 2017 um 15.00 Uhr

im blauen Salon des OMG

Die Ausstellung stellt die noch wenig erforschte weibliche Seite der Reformation in den Mittelpunkt. Gerade in der Frühzeit der Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren es insbesondere Frauen, die sich für die Ideen der Reformation einsetzten und sie verbreiteten. Argula von Grumbach z.B., die 1554 in Zeilitzheim bei Schweinfurt verstarb, setzte sich als erste Frau mit Flugschriften für die Reformation ein. Olympia Fulvia Morta, Gelehrte und weibliches Wunderkind, musste 1550 wegen ihres evangelischen Glaubens Italien verlassen und lebte mit ihrem Mann und Bruder in Schweinfurt. Als gebildete Humanistin und gläubige Protestantin verbreitete sie auch Schriften Martin Luthers.

Ausstellungseröffnung mit Frau Ulrike Knörlein vom Frauenwerk Stein, Musikalische Begleitung und Bewirtung übernehmen die SchülerInnen des Olympia-Morata-Gymnasiums.

Die Ausstellung ist bis 24.07. von Montag bis Freitag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Weitere Termine:

Do., 13.07., 19.00 Uhr: Podiumsdiskussion mit MdL Kathi Petersen – „Kirche – (k)eine Männersache“

Di., 18.07. , 15.00 Uhr: Vortrag von Wiltrud Wößner: Olympia Morata – eine bedeutende Frau des frühen Protestantismus

Herzliche Einladung im Namen der Dekanantsfrauenbeauftragten mit Team

Olympia Morata bei dem Reformationssommer dabei

Als wichtige Frauengestalt der Reformation fehlt auch Olympia Morata auf der zentralen Ausstellung zum Reformationsjubiläum 2017 in Wittenberg nicht. Im „bayerischen Garten“ findet sich eine kleine Ausstellung zu ihr. Als „Olympia-Morata-Gymnasium“ wurden wir von der bayerischen Landeskirche angefragt, ob wir nicht einen Beitrag dazu leisten wollen. So entstanden einige Hörszenen, die Leben und Glaube von Olympia Morata lebendig werden lassen. Die Stimmen von einigen unserer Schülerinnen und Schüler werden so einem Weltpublikum zu Ohren kommen! Anzuhören ist das im „bayerischen Garten“ nahe dem Kirchplatz in Wittenberg.

Bayern auf der Weltausstellung

Video: Der Bayerische Garten auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg

Wolfgang Schweser

Taizé – „Tage voller unvergesslicher Momente“ (24. – 28. Mai 2017)

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  • Stille
  • Stuhlkreis
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21 Schülerinnen und Schüler der Q11 machten sich zusammen mit ihren Betreuern, Herrn Wolfgang Schweser und Frau Dr. Waltraud Schnepf – und mit Herrn Pfarrer Hans Martetschläger – auf den Weg in das kleine Dorf Taizé im französischen Burgund. Nach zehn Stunden Fahrt mit dem Bus konnten wir es kaum erwarten: was würden wir dort erleben – auf dem Hügel von Taizé? Dort, wo sich vor fast 70 Jahren Frère Roger (+ 2005) und einige andere junge Männer zu einem gemeinsamen Leben in Ehelosigkeit und großer Einfachheit zusammengeschlossen hatten. Heute gehören zur Communauté ca. 100 Brüder aus über 30 Ländern. Sie kommen aus verschiedenen evangelischen und der katholischen Kirche. Durch ihr gemeinsames Leben möchten sie ein Zeichen der Versöhnung in der gespaltenen Christenheit und zwischen getrennten Völkern sein. Dreimal am Tag begaben wir uns – zusammen mit fast 3000 anderen, v.a. jungen Menschen – zum Gebet in die Kirche: meditative Gesänge, ein Bibeltext in verschiedenen Sprachen, eine längere Zeit der Stille, ein Gebet für die Völker der Erde …

Aber auch die Bibeleinführung mit dem humorvollen Bruder Stephen, der Austausch darüber in den Kleingruppen, die gemeinsame Arbeit und das einfache, aber durchaus gute Essen haben uns ziemlich beeindruckt und unser Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. „Man kann nicht richtig beschreiben, was dieser Ort mit einem macht; aber ein Bruder hat gesagt, ‚it’s every day a miracle‘“.

Taize ist „… Gemeinschaft, … Brot mit Schokolade, … intensives Gespräch, … Freundschaft, … Schweigen, … ein gesegneter Ort, … ein Platz, um sich zu finden, um Gott neu zu erleben, … ein Ort, um zu lernen, dass weniger oft mehr ist, … ein Ort mit sehr unterschiedlichen Menschen, die im Herzen alle gleich sind“.

Taizé ist „… Teamgeist, … Ausruhen, … Inspiration, … Zauber, … Emotionen“.

Taizé ist „… ein Ort, wo Kirche verzaubert“.

Dr. Waltraud Schnepf + Schülerzitate

 

Besuch der Synagoge und des jüdischen Kulturmuseums in Veitshöchheim

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In zwei Gruppen machten sich auch in diesem Jahr die Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe auf, um die Synagoge in Veitshöchheim zu besuchen. In unserer Gegend ist es die einzige alte Synagoge, die auch als solche wieder ausgestattet wurde und, unterstützt durch das kleine Museum, von der Geschichte des Judentums und jüdischem Leben erzählen kann.  Eine Karte im Museum zeigt auf, wie viele jüdische Gemeinden und Synagogen es auch in unserer Gegend bis zur Zeit des Nationalsozialismus gab und wie lange die Geschichte des Judentums hier währte, bis sie innerhalb weniger Jahre mit erschreckender Vollständigkeit beendet wurde. Auch die Synagoge in Veitshöchheim gab es seit Anfang des 18. Jahrhunderts, eine jüdische Gemeinde schon länger. Von ihrem einfachen Leben erzählt das Museum, aber auch von den Schrecken der Hitler-Zeit. Zahlen und vor allem der gut dokumentierte Lebensbericht des Arztes Dr. Stern lassen jüdische Schicksale im Dritten Reich miterleben. Daneben wird durch jüdische Kultgegenstände und informative Schautafeln auch die jüdische Religion erfahrbar.

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es eine wichtige Gelegenheit zu erkennen, wie selbstverständlich das Judentum zu Deutschland gehörte, und dass allen Tendenzen, Menschen ihren Wert und ihre Würde abzusprechen, immer entgegen getreten werden muss.

Wolfgang Schweser

 

Grüße aus La Paz

Lieber Herr Pfarrer Martetschläger,

ein ganz herzliches Vergelt´s Gott für die Überweisung der Spende vom Abi-Gottesdienst, die hilft, das große  Anliegen der Schwestern in La Paz, auch denjenigen Kindern einen Bildungsweg zu eröffnen, die sich das Schulgeld nicht leisten können, Wirklichkeit werden zu lassen. Und das ist nun mit den Spenden aus Deutschland möglich. Dass Sie sich als Seelsorger des Gymnasiums unser Anliegen so treu unterstützen, dafür Ihnen ein besonderer Dank, den Sie bitte auch an Frau Direktorin Kaminski und die Schule weitergeben möchten.

Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Pfarrer Martetschläger, Gottes Segen für Sie persönlich und für Ihr Wirken als Seelsorger in Schule und Pfarrei.

Mit herzlichen Grüßen

L. M. Rita Bodmeier