Kategorie-Archiv: Geographie

Der Klimawandel betrifft uns – Klimaexperte Heiko Paeth in der Oberstufe zu Gast

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Hitzerekorde in Südeuropa, verheerende Hurrikans in Nordamerika, Dürren in Ostafrika und ein katastrophaler Sommermonsun in Südasien. Sind die Extremwetterereignisse des Jahres 2017 Symptome der globalen Erwärmung? Zusätzlich melden die südpazifischen Fidschi-Inseln, die eigentlichen Gastgeber der Weltklimakonferenz, „Land unter“. Und gleichzeitig erreicht uns die Meldung, dass der CO2-Gehalt unserer Atmosphäre zuletzt schneller gestiegen ist als je zuvor. Rund 180 Schülerinnen und Schüler lauschten im Kellertheater den fachkundigen Ausführungen von Prof. Dr. Paeth, Klimatologe von der Universität Würzburg, über globale und regionale Auswirkungen des Klimawandels. Dass die außergewöhnlich schnelle Erhöhung der weltweiten Temperaturen durch menschliches Handeln, also anthropogen bedingt ist, wird von der Wissenschaft nicht angezweifelt. Zwar war unser Heimatplanet in seiner Geschichte tatsächlich auch schon wärmer als heute (im Mesozoikum, das vor 65 Millionen vor heute endete), aber die Temperaturveränderungen erfolgten über Millionen von Jahren, also sehr viel langsamer als der heute gemessene rasante Wandel, auf den sich die globalen Ökosysteme kaum einstellen können. Eine besondere Gefahr geht vom drohenden Abschmelzen des grönländischen Eisschilds aus, das zu einem Meeresspiegelanstieg um ca. 8 Meter und damit zum Untergehen vieler Inselstaaten und Küstengebiete wie z.B. der kompletten Niederlande führen würde. Neben den Hot Spots des Klimawandels in den kalten Zonen, den Hochgebirgen und Trockengebieten der Erde müssen wir aber auch in Unterfranken mit tiefgreifenden Veränderungen rechnen. Ein Temperaturanstieg von bis zu 4°C, besonders in Städten erhöhter Hitzestress durch mehr Hitzetage im Jahr, weniger Niederschläge im Sommer, dafür aber mehr im Winter, allerdings kaum noch als Schnee, werden selbst durch moderate Szenarien bis zum Jahr 2100 vorhergesagt. Prof. Paeth schloss seine anschauliche Präsentation mit ganz konkreten Tipps für klimafreundliches Verhalten jedes Einzelnen, wie z.B. durch den privaten Konsum, Mobilität, Ernährungs- und Urlaubsgewohnheiten. Die Schüler, die sich in Zukunft wohl mit den Folgen des anthropogenen Klimawandels auseinandersetzen müssen, sahen in ihren Kommentaren und Fragen ein schnelles und effektives Gegensteuern für dringend erforderlich und äußerten ihr Unverständnis für die Passivität der Staatengemeinschaft bzw. die fehlenden konsequenten Sanktionen bei Nichteinhaltung von bereits gemeinsam beschlossenen Maßnahmen und Grenzwerten.

Barbara Schug

An einem nassen Julitag beim Schweinfurter Wettermann

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Dass „Niederschlag“ ein sehr wesentliches Wetter- bzw. Klimaelement ist, konnten die 7. Klassen beim Besuch der Schweinfurter Wetterstation im Rahmen des Geographieunterrichts am eigenen Leib erfahren. Sehr anschaulich erklärte uns Hans Jürgen Dörnhöfer, der seine Station am Deutschhof seit 1952 betreibt, dass unser Exkursionstag typisch für den außergewöhnlich nassen Juli 2017 war. Während des einstündigen Aufenthalts der 7a wurde ein Millimeter Niederschlag gemessen, von der 7c 3,5 und der 7b nochmals 3,4 Millimeter. So konnte Herr Dörnhöfer am 25. Juli bereits über 100 mm verbuchen, weit über dem langjährigen gesamten Monatsmittel von etwa 60 mm. Da auch die Außentemperatur nur wenig sommerliche 13°C betrug, tauschten Schüler und begleitende Lehrer trotz der interessanten Informationen danach gerne wieder das „grüne Klassenzimmer“ mit ihrem trockenen und warmen am OMG, um den Ausflug zu reflektieren. So entstanden einige „Elfchen“ als dichterische Auseinandersetzung mit der Unternehmung.

Barbara Schug

Heute
wanderten wir
auf vielen Wegen.
Mit sehr viel Regen.
Erlebnisreich!

Katharina K., 7c)

Schüler präsentieren Vietnam im Geographieunterricht

IMG-20170404-WA0000Der asiatisch-pazifische Raum ist im Lehrplan der 10. Jahrgangsstufe ein wichtiges Thema. In der Klasse 10E2 konnten wir im Rahmen dieses Lernbereichs die interessante Familiengeschichte zweier Mitschüler nutzen. Ly und Tino sind beide in Deutschland geboren, doch ihre jeweiligen Eltern stammen ursprünglich aus Nordvietnam,  hatten einige Jahre in der ehemaligen DDR gelebt und gearbeitet, bevor sie schließlich in den Westen flüchteten bzw. nach dem Mauerfall nach Schweinfurt kamen. Ly und Tino stellten die naturräumlichen Gegebenheiten, die Geschichte, Wirtschaft, Umwelt und Kultur des aufstrebenden Take-off-Staats Vietnam in einer anschaulichen Bildpräsentation vor. Den Mitschülern aus der 10E2 war nicht bewusst, dass sich das südostasiatische Land mittlerweile auch bei Touristen immer größerer Beliebtheit erfreut, da es z.B. Traumstrände und eine exotische Kultur zu bieten hat. Ly hatte für die Präsentation eigens ein Ao dai angezogen, ein traditionelles Kleid, das in Vietnam zu besonderen Anlässen getragen wird.

(Barbara Schug, Foto: Oshini K.)

Geographie-Exkursion der Q12: Schüler untersuchen Stadtstrukturen in Erlangen

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Migration, Segregation, Konversion und nachhaltige Stadtentwicklung heißen die etwas sperrigen Fachbegriffe aus der Geographie der Q12, hinter denen sich aber spannende Prozesse verstecken, die die beiden Abiturkurse in Erlangen intensiv untersuchten. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Barbara Schug und Thomas Liepert sowie dem Studienseminar Geographie erforschten sie an ausgewählten Stationen die Strukturen der mittelfränkischen Universitätsstadt. Vor der in Schweinfurt gerade brisanten Frage, wie man die nach dem Abzug der US-Streitkräfte frei gewordenen Flächen einer möglichst optimalen Nachfolgenutzung zuführt, stand Erlangen schon 20 Jahre früher. Nach einem Ideenwettbewerb favorisierte man dort bei der Konversion das Konzept einer nachhaltigen Stadtplanung, und zwar gleichermaßen in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Dieses zukunftsorientierte  Denken ließ nach der Beseitigung diverser Altlasten auf dem 136 Hektar (ca. 200 Fußballfelder) umfassenden Gebiet den vollkommen neuen Stadtteil „Röthelheimpark“ entstehen, der Wohnraum verschiedener Preisklassen für alle Generationen, eine Variation vieler Gewerbesektoren sowie großflächige Naturschutzgebiete und Grünanlagen beinhaltet. Nach Einschätzung der Schüler entstand durch die Konversion ein Musterbeispiel nachhaltiger Stadtentwicklung. Viele einschlägige Merkmale wie die ausgezeichnete Fahrrad- und Fußgängerfreundlichkeit, die kurzen Wege innerhalb des Stadtviertels, die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie das umfangreiche und gleichzeitig differenzierte Arbeitsplatzangebot wurden an Ort und Stelle notiert. Aufgrund der idealen, sowohl zentrums- als auch naturnahen Lage besticht der Stadtteil durch seinen hohen Wohnwert. Außerdem hilft das neue Angebot, die angespannte Wohnsituation der in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsenen „Siemens-Stadt“ zu lindern. Attraktive Möglichkeiten für die Begegnung aller Alters- und Lebensstilgruppen sowie vielfältige integrative und internationale Bildungsangebote zeugen von der weltoffenen Willkommenskultur dieses Stadtbezirks.

Außerdem erkundeten die Schüler mit Hilfe umfangreichen statistischen Materials die demographischen und sozialen Strukturen weiterer ausgewählter Stadtviertel, wie z.B. die Markgrafenstadt, den Burgberg und den Anger. Sie übten dabei wichtige geographische „Methoden vor Ort“, wie z.B. Beobachten, Befragen, Zählen, Auswerten von Statistiken und Diagrammen, Messen, Orientieren mit Karten, selbständiges Kartieren und Präsentieren. Im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit wurden alle Ziele klimaneutral, nämlich mit der Bahn, öffentlicher Buslinie und zu Fuß erreicht.

(Barbara Schug, Fotos: Thomas Liepert)

 

 

Geographie-Wettbewerb „Diercke Wissen 2017“

Wo die Eidgenossen und die Kiwis wohnen …

Sieger Geographiewettbewerb

Die Kenntnis des eigenen Landes, des eigenen Kontinents und fremder Erdteile sind die Basis für interkulturelles, ja globales Lernen, für Toleranz und Verständigung. Vielfalt und Aktualität machen die Geographie zu einem spannenden Fach für die Schüler aller Jahrgangsstufen. Um diese hohe Motivation weiter zu fördern, führten die Fachschaft und das Studienseminar Geographie am OMG unter der Leitung von Frau Würgau-Krüger, Frau Merkel und Frau Schug schon zum 12. Mal den mit über 300 000 Teilnehmern bundesweit größten Schülerwettbewerb „Diercke Wissen“ durch. Dieses Jahr haben sich die 173 Schülerinnen und Schüler unserer 8. und 10. Klassen den Testaufgaben zu Deutschland, Europa, der Welt und zur allgemeinen Geographie gestellt. Auf Klassenebene waren Selina-Stella (8a), Marie (8b), Marius und Daniel (10a), Lea (10b), Linus (10c), Laya (10d), Elisa (10E1) und Jana (10E2) die besten Geograph(inn)en. Unter diesen Gewinnern wurde in der zweiten Runde der Schulsieger ermittelt. Hier setzte sich Marius knapp durch und erhielt die Weiterleitung auf die Landesebene. Bei den Fragen des Wettbewerbs, die auch immer eine sehr anspruchsvolle Kartenaufgabe enthalten, muss jedoch angemerkt werden, dass sie sich auf keinen bestimmten Lehrplan beziehen und zum Erreichen der vollen Punktzahl deutlich größeres Wissen erwartet wird als im Geographieunterricht angesichts der geringen Stundenzahl vermittelt werden kann. Bei der Siegerehrung zeigte sich Frau Kaminski sehr angetan über die erfreulichen geographischen Kenntnisse. Neben einer Urkunde aus der Hand der Schulleiterin erhielten die Klassensieger/innen Buchgutscheine vom Elternbeirat, die vom Vorsitzenden Axel Schöll persönlich überreicht wurden. Sein Interesse an den Aufgabenstellungen des Wettbewerbs und seine Fachkenntnisse beeindruckten die anwesenden Schüler sehr. Der Schulsieger erhielt außerdem eine Mercator-Gedächtnis-Medaille aus einer Stiftung des ehemaligen Elternbeiratsvorsitzenden Herrn Stretz.

Barbara Schug

Präsentation des P-Seminars Geographie „Wo der Pfeffer wächst“

_dsc8389„Wo kommen eigentlich die ganzen Gewürze her?“ Diese Frage stellten sich die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekt-Seminars Geographie „Wo der Pfeffer wächst“. Unter der Führung ihrer Seminarleiterin Frau Schug beschäftigten sie sich in der 11. und 12. Jahrgangsstufe ausführlich mit der Welt der Gewürze. Dafür unternahmen sie eine mehrtägige Exkursion in die Hansestadt Hamburg, Europas wichtigstem Importhafen und Umschlagplatz für exotische Gewürze. Abgesehen von den klassischen Sehenswürdigkeiten besuchte die Gruppe dort das Gewürzmuseum Spicy’s, den Cinnamon-Tower in der neuen HafenCity und die historische Speicherstadt. Im Schwebheimer „Apothekergärtlein“ erkundete das Schülerteam mit Altbürgermeister Hans Fischer die heimische Kräuterwelt. Aufgrund der vielen Eindrücke und Erlebnisse entstand die zündende Idee für das gemeinsame Projekt, dessen Endergebnis in der Anfangsphase noch offen war. Die Schülerinnen und Schüler entschlossen sich nach Monaten intensiver Arbeit und Recherche, ein Koch- und Gewürzbuch in Form eines Aufstellers zu produzieren. Darin sind selbst getestete Rezepte aus unterschiedlichen Regionen der Welt (Mittelmeerraum, Orient, Lateinamerika, Süd- und Südostasien sowie dem Heimatraum) und wissenswerte geographische, medizinische und praktische Informationen über die verarbeiteten Gewürze zu finden. Zur Information über das erstellte Produkt und seine Entwicklung lädt das P-Seminar Geographie herzlich zu seinem Präsentationsnachmittag am 14. Dezember 2016 ab 16.00 Uhr in den Musiksaal 2 ein. Neben der Produktvorstellung gibt es Kuchen, Plätzchen und weihnachtliche Getränke. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Aufsteller, der sich hervorragend als geschmackvolles Weihnachtsgeschenk eignet, in limitierter Auflage zum Selbstkostenpreis verkauft. An diesem Termin präsentieren auch die P-Seminare Biologie und Sport ihre Projekte.

(Bericht: Philipp B., Celine K., Linda R., Lisa S., Foto: Steffi Urlaub)

Besuch der Schweinfurter Wetterstation

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Wir machten am 11.07.2016 eine Exkursion zur Privatwetterstation von Hans Jürgen Dörnhöfer. Er hat seit 1952 diese Wetterstation und erklärte uns interessante Sachen über seine Geräte und das Wetter. Am Schluss durften wir uns in Gruppen die Geräte noch genauer ansehen und Herr Dörnhöfer erklärte und zeigte uns noch alles. (Amelie B. 5b)

Sehr schnell konnten wir erkennen, wie viel Arbeit es ist, so eine Wetterstation zu betreiben. Herr Dörnhöfer muss zum Beispiel dreimal am Tag die Werte messen (um 7.18 Uhr, um 14.18 Uhr und um 21.18 Uhr). Im Sommer muss er noch einmal umdenken, denn es ist Sommerzeit: also 8.18 Uhr, 15.18 Uhr und 22.18 Uhr. Auch der Regenmesser hat uns allen gefallen, denn wir konnten eine kleine Abkühlung bekommen. Neben den ganzen Geräten hat er auch noch einen Wolkenspiegel, das ist eine Platte mit parallel verlaufenden Linien. Die Platte dreht sich so lange, bis die Wolken in die Richtung der Linien verlaufen. (Julia D. 5a)

Ich fand die Wetterstation interessant und habe mir dabei ein paar Sachen gemerkt. Was mich am meisten interessiert hat, war der Kessel, in dem man die Niederschlagshöhe ausrechnen kann. Auch toll waren die Schläuche, die man in den Boden steckt und damit die Temperatur in verschiedener Tiefe misst. (Nico K. 5b)

 

Duft über allen Feldern – P-Seminar Geographie im „fränkischen Apothekergärtlein“

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In Schwebheim duftet die Landwirtschaft. Schon am frühen Morgen wehte eine Wolke von Pfefferminze und anderen frisch getrockneten Kräutern herüber zu den am Kirchplatz wartenden Schülerinnen und Schülern des P-Seminars Geographie „Wo der Pfeffer wächst“. Der Pfeffer wächst zwar nicht hier, aber etwa 35 verschiedene Heil- und Gewürzkräuter, die Altbürgermeister Hans Fischer der Projektgruppe auf den Feldern und in seinem fantastischen Kräutergarten vorstellte, und zwar mit allen Sinnen. Es durfte nicht nur geschaut und gerochen, sondern auch gerieben und geschmeckt werden. Die „Begehung“ der seit 1989 ökologisch umgebauten Schwebheimer Flur, deren Biodiversität laut Fischer in Bayern seinesgleichen sucht, erfolgte bequem und unterhaltsam auf dem Traktoranhänger. Neben Löwenzahnkuren, Breit- und Spitzwegerich gegen Wunden, dem starken Süßungsmittel Stevia und Sonnenhut als Rohstoff für Echinacin ging es um würzige Küchenhelfer wie Oregano, Thymian, Häckerzwiebel, Schnittsellerie, Rosmarin u.v.m. Die durch die Realteilung notwendig gewordene Intensivierung der kleinen Betriebsflächen als wesentliche Ursache für die Schwebheimer Kräuterproduktion, künstliche Beregnung, biologisch-thermische Unkrautbehandlung, Pflanz- und Erntehelfer aus Osteuropa, Kräutertrends und Vermarktungsstrategien wurden ebenfalls thematisiert. Ein Besuch der Kräuterstube Böhm sowie eine durch Schulrat a.D. Günther Birkle geführte Besichtigung des Dorfmuseums mit historischen Trocknungs- und Verarbeitungsanlagen für unterschiedliche Kräuter rundeten die Exkursion ab.

Barbara Schug