Kategorie-Archiv: Deutsch

Rezension zum Theaterbesuch der 10 E2 am 4. Mai 2017 im Theater Schweinfurt

Das Theaterstück „Kleider machen Leute“ nach der gleichnamigen Novelle Gottfried Kellers überträgt die Handlung auf unsere heutige Zeit. Ein kurz vor der Wiedereröffnung stehendes Gasthaus bekommt einen unerwarteten Besucher, der mit Jogginghose und Kapuzenpulli gekleidet auf die Beschreibung eines Terroristen passt. Die Vorbehalte unter den Inhabern und Gästen schaukelt sich von Flüchtling über Asylant bis zu Terrorbeschuldigungen hoch. Die größte Schuld daran trägt der nazistische Kellner. Nur die Tochter des Bürgermeisters Anette nimmt sich des Fremden an und fährt ihn sogar zu seinem liegen gebliebenen Auto. Da Anette nun langsam Gefühle für den Fremden namens Ylmas entwickelt, dauert die Fahrt etwas länger. In der Zwischenzeit steigern sich die Verdächtigungen und die anderen starten eine Suchaktion. Nach langem Hin und Her, wobei auch von Luftgewehr und Handschellen Gebrauch gemacht wird, endet diese mit einer Erklärung Ylmas, er sei ein Computerspezialist, der eine Cyberattacke auf seine Firma abzuwehren habe. Das Stück endet mit Anette und Ylmas bei einem Glas Wein. Die wenigen positiven Seiten der Inszenierung waren die Überlagerung von Szenen und die Modernisierung des Stücks. Durch die Überlagerung wurde es möglich, die verschiedenen Blickwinkel und Gedankengänge der Darsteller gleichzeitig zu verfolgen und somit die Handlung besser zu verstehen. Hierbei half auch die Wahl eines zeitgemäßen Themas. Leider überwiegen bei dieser Darbietung jedoch die negativen Seiten. Das gewählte Flüchtlingsthema wurde schon so oft debattiert, dass sogar Zuschauer aus Langeweile den Saal verließen oder danach ihr Geld zurückforderten. Regiefehler machten die Vorstellung auch nicht unbedingt ansehnlicher. Beispielsweise spricht der Computerspezialist bei seiner Ankunft gebrochenes und am Ende perfektes Deutsch. Außerdem sind die Stoffverteilung und auch Prioritäten zu bemängeln. Bis zur Pause war die Handlung gerade einmal bei der Exposition angelangt, wodurch im späteren Verlauf Schlüsselstellen wie der Höhepunkt zeitsparend verkürzt und abgeschwächt wurden. Romantische Szenen zwischen Nebendarstellern, wie der Wirtin und dem Bürgermeister, die zur eigentlichen Handlung nichts beitrugen, traten zu sehr in den Vordergrund. Zuletzt darf nicht vergessen werden, dass das Theater Maßbach es anscheinend nicht schafft, Boulevardtheater von ernsthaften Stücken, die zum Nachdenken anregen sollten, zu differenzieren. Unlustige Wortspiele sowie Übertreibungen tragen zum schlechten Bild der Darstellung bei. Alles in allem finde ich den Ansatz, Kellers Moral in der modernen Zeit zu veranschaulichen, gut. Jedoch wurde die erzeugte Spannung durch unnötige Witze gleich wieder zunichtegemacht, allerdings kann man nicht verleugnen, dass mit diesem Ende keiner gerechnet hat.

Lukas A., Birgit von Hirschhausen

 

Zungenbrecher und Korken im Mund:

Referentin aus dem Würzburger Theater besucht das P-Seminar Deutsch „Lesen lieben lernen“

„Vorlesen lernen“, darum ging es in dem Vortrag der Referentin Marlies Hagelauer, die am 25.April unser P-Seminar besuchte. Das Vorlesetraining beinhaltete praktische Übungen für die Stimme und den Mundbereich. Nach der ersten Übung, die darin bestand, einzelne Silben oder Silbenreihen besonders zu betonen, sollten die Lippen, Zunge und Mund gut aufgewärmt sein. Eine andere Übung, die die Aussprache erleichtern soll, wird auch oft von Schauspielern vor einem Auftritt durchgeführt. Dazu braucht man nur einen Korken und den Text, den man aufsagen oder vorlesen will. Wir versuchten es mit Zungenbrechern wie „Fischers Fritze“ oder „Brautkleid und Blaukraut“. Mit Korken im Mund ließen sich die Zungenbrecher nur schwer aufsagen, da die Zunge vom Korken eingeschränkt wurde. Beim erneuten Aufsagen, diesmal ohne Korken, fiel es leichter und die Aussprache war deutlicher. Danach las Frau Hagelauer uns einen Text vor, um zu demonstrieren, wie spannend das Vorlesen sein kann. Ihre Tipps durften wir dann mit weiteren Texten selbst erproben und umsetzten. Unser Fazit nach der Stunde: Vorlesen wird spannend durch gelegentlichen Augenkontakt mit den Zuhörern, Mimik und Gestik sollten zielgerichtet eingesetzt werden und Variationen von Lautstärke und Lesetempo erhöhen die Spannung. 

Carmen G., B. von Hirschhausen

 

Von asylsuchenden, königlichen Fröschen und „grimmigen“ Brüdern… –

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Zu Besuch in der Buchhandlung Vogel

„Ein chirurgischer Eingriff rettet eine Großfamilie“ – Was wie eine dramatische Zeitungsmeldung klingt, entpuppte sich beim Besuch der Buchhandlung Vogel durch die Klassen 5a und 5b als ein wichtiger Hinweis auf ein zu erratendes Märchen in einem spannenden, nicht immer ganz ernsten Quiz, an dem unsere Schülerinnen und Schüler zu knobeln hatten. Anlässlich des Welttags des Buches, der seit 1995 alljährlich am 23. April gefeiert wird, durften unsere Fünfklässler/innen spannenden Fakten rund um die Literatur, insbesondere um das Reich der Märchen, lauschen und ihr eigenes Wissen zum Besten geben. Als Inspiration für den von der UNESCO ins Leben gerufenen „Buchfeiertag“ galt der katalanischen Brauch, dem Volksheiligen St. Georg zu Ehren an dessen Namenstag Rosen und Bücher an liebe Menschen zu verschenken. Somit endete auch der informative Vortrag über die Gebrüder Grimm und ihre Märchensammlungen mit dem von unseren Schüler/innen/n begeistert in Empfang genommenen Präsent des Welttagsbuches „Ich schenk dir eine Geschichte“, das in diesem Jahr mit einer schaurig-schönen Gruselgeschichte aufwartet. Anschließend fand sich noch etwas Zeit, die gut gefüllten Bücherregale zu durchstöbern und in den neuesten Jugendbüchern zu schmökern, sodass das ein oder andere zusätzliche Buch noch spontan eine/n neue/n Besitzer/in fand. Letztlich wurde der inzwischen schon fest in der Jahrgangsstufe 5 verankerte Ausflug in die Schweinfurter Citybuchhandlung erneut zu einer lohnenswerten Aktion im Rahmen der Leseförderung an unserer Schule. Aber nicht nur das Team der Buchhandlung hielt, was es versprochen hatte – es sei ihm herzlich gedankt. Auch der Himmel war uns wohl gesonnen, sodass wir – trotz fachmännischer Ausrüstung für das wechselhafte Aprilwetter, das bisher auch den Mai fest im Griff hatte – trockenen Fußes wieder zurück ans OMG kamen.

Magdalene Schäfer und Tanja Merkel

Umfrage zum Leseverhalten am Olympia-Morata-Gymnasium

In Geschichten alter Bücher eintauchen, Comics anschauen, Zeitungen  durchblättern, Literatur analysieren…Lesen im Allgemeinen empfinden die meisten Schüler heutzutage doch eher als lästig oder langweilig und beschäftigen sich daher bevorzugt mit dem Handy, Filmen oder anderen modernen Medien. Um das zu ändern, haben wir, die 13 Schülerinnen des P-Seminars Deutsch mit dem Titel „Lesen lieben lernen“, uns damit befasst, wie man unseren Mitmenschen das Lesen wieder etwas näher bringen kann. Zum Welttag des Buches am 23. April 2017 haben  Franziska T. und Eda. C., zwei Schülerinnen unseres P-Seminars, eine Umfrage zum Leseverhalten am OMG erstellt. Dabei haben wir zuerst während einer unserer wöchentlichen P-Seminar Stunden Fragen erarbeitet. Aus den Ergebnissen haben Franziska und Eda einen Fragebogen mit insgesamt fünf Fragen erstellt. Diesen haben sie an ausgewählte Lehrer verteilt, die ihre jeweiligen Schüler befragten. Für eine Klasse wurde jeweils ein Fragebogen benutzt, wobei dieser nach Stufe und Geschlecht unterteilt war. Danach haben Franziska und Eda die Bögen sorgfältig ausgewertet und die Ergebnisse im Seminar vorgetragen.  Zusammenfassend war am auffälligsten, dass alle das Lesen für sehr wichtig halten, obwohl viele nicht gerne lesen.

  Leonie Köhler (P-Seminar Frau von Hirschhausen)

Besuch des Theaterstücks „Maria Stuart“ der Q11

Am Dienstag, den 28. März 2017, besuchten wir, die Q11, das Stadttheater Schweinfurt, um die Inszenierung des Deutschen Nationaltheaters Weimar zu Schillers Drama „Maria Stuart“ zu sehen. In dem Stück spielt Johanna Geißler die Rolle der Maria, Königin von Schottland, die für den Tod ihres Mannes mitverantwortlich sein soll, weshalb sie bei ihrer Cousine Elisabeth I (gespielt von Nadja Robiné), der Königin von England, um Schutz bittet. Da diese Angst um ihren Thron hat, auf den Maria plötzlich Anspruch erhebt, wird Maria verhaftet und eingekerkert. Obwohl deren Hinrichtung die einzige Lösung zu sein scheint, zögert Elisabeth mit der endgültigen Entscheidung, um ihrem guten Ruf und ihrem Ansehen nicht zu schaden. Leicester (Max Landgrebe), der Maria liebt, aber gleichzeitig Elisabeths Liebhaber ist, schafft es ein Treffen zwischen den beiden zu arrangieren, um den Konflikt ein für alle Mal zu beenden. Seine Pläne schlagen jedoch fehl, als die Situation zwischen den Frauen eskaliert. Diese Szene wurde besonders hervorgehoben, indem die beiden Schauspielerinnen auf einer Brücke einige Meter über der Bühne standen. Spätestens jetzt ist klar, dass Maria sterben muss, da Elisabeth in ihr nicht mehr nur eine Gefahr für ihren Thron sieht, sondern auch eine Konkurrentin in Sachen Weiblichkeit. Sie unterzeichnet das Urteil, will sich die Hände aber trotzdem nicht schmutzig machen und gibt es deshalb ihrem Handlanger Davison (Thomas Kramer) ohne weitere, konkrete Anordnungen. Burleigh (Sebastian Kowski), Elisabeths Berater, nimmt es ihm ab und lässt das Todesurteil vollstrecken. Als man neue Beweise für Marias Unschuld findet und Elisabeth das Urteil rückgängig machen möchte, ist es bereits zu spät, woraufhin Elisabeth alle ihre Berater und ihren guten Ruf verliert. Obwohl an der Inszenierung von Markus Bothe nur acht statt, wie von Schiller vorgesehen, zwei Dutzend Schauspieler beteiligt waren und das Bühnenbild schlicht gehalten wurde, ist das Stück sehr gut gelungen und hat uns, vor allem auch durch kurze, manchmal allerdings fragwürdige, Slapstick-Einlagen, Spaß gemacht. Abschließend würde ich sagen, dass der Theaterbesuch mit der Schule eine gute Idee ist, deren Beibehaltung in Zukunft wünschenswert wäre, da man privat selten ins Theater geht und dies jedoch ein Stück Kultur ist, das man erlebt haben sollte.

Klara W., Q11

Peter Hub im Kellertheater des OMG

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Besuch der Q 11 und Q 12 bei Kurt Tucholsky

Deutsche Literatur, und dazu noch Zeitgeschichte? Auch wenn diese beiden Themen wahrscheinlich bei Schülern erst einmal auf mäßige Begeisterung treffen, schaffte es der Schauspieler Peter Hub, den Jahrgangsstufen 11 und 12 die Werke des Schriftstellers Kurt Tucholsky anschaulich und humoristisch vorzutragen. Peter Hub kam zu Beginn mit einer Flasche Bier in der Hand auf die Bühne und präsentierte im Berliner Dialekt das erste Gedicht. Doch die Gedichte wurden nicht nur anschaulich dargestellt, indem er teilweise seine Kleidung wechselte oder andere Requisiten benutzte, sondern er brachte die ausgewählten Werke Tucholskys auch noch in eine logische Reihenfolge und erklärte zeitgeschichtliche Hintergründe. Dazu zählten beispielsweise der Erste Weltkrieg oder die damalige politische Lage, auf die Tucholsky in vielen seiner Gedichte kritisch einging. Um den Dichter als ganze, runde Persönlichkeit darzustellen, mussten natürlich auch die negativen Seiten dieses trotzdem großartigen Mannes beleuchtet werden, wie zum Beispiel, dass er oft mehrere Frauen gleichzeitig hatte, und dass er zu Kriegszeiten alles nur Mögliche getan hat, um nicht an der Front kämpfen zu müssen und sich so in Lebensgefahr zu begeben. Auch zeigte Peter Hub, dass sich in den Werken häufig Parallelen zum heutigen Weltgeschehen herstellen lassen. Dies wurde besonders deutlich, als er das Gedicht „Die freie Markwirtschaft“ rappte, woraufhin begeisterte Zuhörer im Takt mitschnipsten. Insgesamt schaffte Peter Hub durch eine gut ausbalancierte Mischung aus Humor und Ernst, die zu jener Zeit herrschende Atmosphäre detailliert, aber zugleich auch einprägsam darzustellen. Somit schuf er für die Oberstufler eine ideale Grundlage, um im Deutschunterricht auf dieses Thema aufzubauen.

Nils W. (Bilder M. Ohle)

Eine Gerichtsverhandlung im Deutschunterricht

Am 23.11.2016, die Unterrichtseinheit zu Goethes „Faust“ war so gut wie abgeschlossen, traf sich der Deutschkurs 1d3, um über den Protagonisten des Dramas zu Gericht zu sitzen. Jede Schülerin und jeder Schüler bekam eine Rolle zugeteilt. Neben dem Angeklagten Dr. Heinrich Faust gab es eine ganze Reihe von Zeugen, den Rechtsbeistand, einen Staatsanwalt, einen Richter, diverse Beisitzer und Protokollanten sowie mehrere Laienschöffen. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihren Spaß in dieser ganz besonderen Deutschstunde. Natürlich waren auch Schülerinnen als Vertreter der Presse geladen. K. Rein verfasste den unten stehenden Artikel für eine fiktive Ausgabe der „BILD“- Zeitung.

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Vorlesewettbewerb Deutsch

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Im Lesewettbewerb des Deutschen Buchhandels für die sechsten Klassen traten am 8. Dezember 2016 zwei Klassensieger gegeneinander an, um den schulbesten Vorleser oder die beste Vorleserin zu ermitteln. Für die 6a erschien Laura Rumpel und die 6b wurde durch Yannik Reuß vertreten. Zunächst begrüßte die Jury die Teilnehmer. Dabei erging schon ein großes Lob an die beiden Schüler, denn bereits der Klassensieg zeugt von einem großen Talent als Vorleser. Dabei konnte den beiden Teilnehmern die Aufregung schon ein bisschen genommen werden. Als Erstes lasen Laura und Yannik einen selbst gewählten Textausschnitt aus einem ihrer Lieblingsbücher vor. Dabei erweckten sie die Helden aus Bob, der Streuner und Dirk und Ich zum Leben. Danach mussten sie aus einem unbekannten Buch vorlesen (Tintenherz), was natürlich schon ein wenig schwieriger war. Bewertet wurden dabei die Lesetechnik und die lebendige Gestaltung des Gelesenen. Die Jury setzte sich zusammen aus der Vorjahressiegerin Julia Müller, zwei Referendarinnen des Deutschseminars, Frau Dürrlauf und Frau Weltz, Frau Marion Clark und Frau Susanne Beuschel, der Organisatorin des Wettbewerbs. Nach dem spannenden Wettstreit konnte sich die Jury auf Laura Rumpel als Siegerin einigen, die unsere Schule im Februar beim Stadtentscheid vertreten wird. Dafür wünschen wir ihr natürlich jetzt schon viel Erfolg.

Beide Teilnehmer erhielten einen Buchpreis und eine Urkunde als Anerkennung ihrer Leistung.

Susanne Beuschel