Kategorie-Archiv: Unterricht

Wir feiern Bayern

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Das Jahr 2018 ist ein Jubiläumsjahr für Bayern: Seit 200 Jahren gibt es die Bayerische Verfassung und seit 100 Jahren den Freistaat Bayern (Zuvor war Bayern ein Königreich). Aus diesem Anlass fand am Dienstag, den 17. April 2018 ein großer Festakt im Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel Schweinfurt statt. Verschiedene Schulen aus der Region wurden im Rahmen eines kooperativen Projektes aufgefordert, mit Schülerbeiträgen das Festprogramm zu gestalten. Das OMG, besser gesagt die Fachschaft Kunst, erhielt den Auftrag, Schülerarbeiten rund um das Thema Bayern für diesen Festakt auszustellen. In ihren Tuschezeichnungen richteten unsere Sechstklässler den Blick auf bayerische Speisen und ihre Liebhaber. Die dabei entstehende Vielfalt an Verspeisern der bayerischen Spezialitäten schmückte passend den Eingangsbereich zum Buffet. Der Hausherr der Veranstaltung, Herr Oberstudiendirektor Rainer Schöler, erkundigte sich  interessiert bei Kunstlehrerin Frau Gräb nach den charmanten Zeichnungen, vielleicht holte er sich sogar Appetit beim Anblick der Bilder. Im Foyer, in dem auch alle Ehrengäste empfangen wurden, sind künstlerische Beiträge unserer 6., 9. und 10. Klassen ausgestellt: Graffiti auf Bayerisch schrieben die Zehntklässler, Werbung für Bayern machten in ihren Plakaten die Neuntklässler und bayerische Persönlichkeiten würdigten die Sechstklässler in Denkmal-Gemälden.

Irene Gräb

O nos felices…

Am Donnerstag, den 12. April, bekamen unsere Lateiner der 9. bis 12. Jahrgangsstufen ein besonderes Schmankerl geboten: Prof. Niklas Holzberg, bis 2011 an der Universität München tätig, nahm die lange Anreise aus Oberbayern auf sich, um unseren Schülern einen unterhaltsamen Vortrag über den Dichter Ovid und das Leben, besser Lieben im antiken Rom zu bieten. Kernthema war Ovids Verwandlungsgeschichte (d.h. Metamorphose) „Apoll und Daphne,“ in der sich die Nymphe Daphne erfolgreich gegen die Nachstellungen des Gottes Apoll wehrt, sich schlussendlich von ihrem Vater, dem Flussgott Peneios, in einen Lorbeerbaum verwandeln lässt, der dem enttäuschten Apoll nurmehr den harten Stamm darbietet. Diese Metamorphose nahm Holzberg nicht nur zum Anlass, über andere Dichter wie Catull oder die Gattungen Elegie und Epos zu sprechen, nein, er beleuchtete intensiv das Verhältnis von Männlein und Weiblein zur Kaiserzeit – auch persönliche Erlebnisse fehlten zur großen Freude unserer Schüler nicht. Und so gelang es ihm, sein Publikum 90 Minuten lang ohne Powerpointfolien oder Einspielfilmchen, dafür mit Witz und Verständnis für die Seelennöte eines unglücklich Verliebten in seinen Bann zu schlagen. Sichtlich freute er sich, dass die Schüler nicht nur ihre Begeisterung zeigten, sondern auch seine Zwischenfragen beantworten konnten. Den krönenden Abschluss bildete sein musikalischer Vortrag der Interpretation der Metamorphose von Hans Sachs – doch höret selbst (manchmal braucht man doch ein Hörbeispiel)…

Ariane Lory

 

Kabale und Liebe

Am vergangenen Dienstag besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe gemeinsam mit ihren Deutschlehrern das Schweinfurter Theater. Dort wurde ihnen durch die Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“ eine Welt voller Liebe, Korruption, Lug und Trug anschaulich vor Augen geführt.

Riemensberger, Hitry 

 

« Un, deux, trois ! Baguette, croissant, camembert ! » – Eine Französischstunde mit ordentlich Schmackes!

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Mit einem Renault Kangoo, dem France Mobil, ist die junge Französin Karen Defour in Nordbayern unterwegs von Schule zu Schule, um Jugendlichen die französische Sprache spielerisch näher zu bringen und ein modernes Frankreichbild zu zeichnen. Das France Mobil gibt es seit 2002. Bisher hat es bundesweit fast 1.000.000 Schüler an etwa 1300 Schulen erreicht. Die Freude war außerordentlich groß, als klar wurde, dass wir dieses Jahr die Chance hatten, das „FranceMobil“ des Französischen Instituts Erlangen am OMG begrüßen zu dürfen. Somit ermöglichte die für Nordbayern zuständige Lektorin Karen Defour am Donnerstag, dem 22.3.2018, den Klassen 5a und 5b sowie den Französischlerngruppen der sechsten Klassen eine Begegnung der ganz anderen Art mit dem Französischen: viel Spaß und Spiel, Witz, ordentlich Schmackes, Geschwindigkeit, Bewegung und Offenheit für Neues. Karen Defour hat unseren Schülerinnen und Schülern auf diese Weise gezeigt, wie wunderbar es ist, eine neue Sprache zu lernen und deren Kultur zu erfahren. Und ihr Engagement schlug ein wie eine Wucht! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verließen den Ort der Begegnung zweier befreundeter Nationen beschwingt, entzückt und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Allerherzlichsten Dank, Karen, du warst einfach spitze!

A. Kaufmann, S. Popp

 

Goethe „zu Gast“ bei Olympia Morata

Thomas Glasmeyer präsentiert sein Figurentheater „Fauste“ im Kellertheater

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Goethe wäre sicher stolz, wenn er wüsste, dass ein Stück aus seiner Feder – zwar in freierer Form, aber noch immer seines – in einem Schulgebäude aufgeführt worden ist, das nach der berühmten Humanistin und Dichterin Olympia Morata benannt wurde, sind doch folgende Worte von ihm bekannt: „Las in den Briefen der Olimpia Fulvia Morata, und es ging mir … ein ganz neues Licht auf.“[1] Freilich bezieht sich der Dichter hier auf Erkenntnisse religiöser Art; Bewunderung für die junge Gelehrte des 16. Jahrhunderts ist dieser Aussage allemal zu entnehmen.

Nicht minder stolz könnte Goethe auf die Manier der Inszenierung sein, die der Puppenspieler Thomas Glasmeyer und sein Regisseur Martin Menner gewählt haben: „Faust I und II“ als Figurentheater, bei dem alle 24 Figuren durch eine einzige Person gespielt werden, auch dem Special Effect sei Dank. Schon allein dadurch war die Aufmerksamkeit des Publikums – zum großen Teil Schüler/innen der Oberstufe, die im Vorfeld sicher nicht ahnen konnten, was sie erwartete – erregt. Ebenfalls beeindruckt zeigten sich die Gäste im Kellertheater von den Figuren, die der Puppenspieler alle selbst mit viel Liebe zum Detail aus Materialien wie Holz und Pappkarton angefertigt hat. Diese ließ er in einer neuartigen und modernen, aber stets gereimten (!) Textversion sprechen, die gespickt mit vielen Originalzitaten und aktuellen Anspielungen sehr eingängig war und oft für beachtliche Heiterkeit sorgte. Nicht selten hörte man den Endreim schon im Vorfeld leise aus dem Zuschauerraum ertönen. So war es dem Puppenspieler recht; er hatte sein Publikum gewonnen.

Und nach der Vorstellung und einem Selfie mit Faust hat sicher der eine oder andere unbewusst im Geiste Goethe zitierend das Olympia-Morata-Gymnasium verlassen: „[E]s ging mir … ein ganz neues Licht auf.“1

Herzlich gedankt sei Frau Kaminski, Frau Beutner und Frau Merkel für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung und dem Freundeskreis unserer Schule für die reichhaltige Verköstigung!

Magdalene Schäfer

[1] Goethe, Johann Wolfgang von: Tagebücher (1827-1828), Weimarer Ausgabe, Abt. III, Bd. 11, Weimar 1900, S. 173.

Der Wahlspruch der Musketiere.

Einer für alle, alle für einen! Auf dieser Solidarität ist unser Sozialsystem in Deutschland aufgebaut.  Der Expertenvortrag der DEBEKA stellt die fünf Zweige der Sozialversicherung vor und macht die aktuelle Situation am Beispiel der Rentenversicherung deutlich. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sind wenig erfreut von der Aussicht, wahrscheinlich bis 70 Jahre oder länger arbeiten zu müssen. In der lebhaften Diskussion wird klar, wie wichtig die Auseinandersetzung mit den Themen Rente und private Absicherung zur Eigenvorsorge auch schon in jungen Jahren ist.

Elisabeth Seyschab, Fachbetreuung WR

 

Faire Rosen am Valentinstag

Am Valentinstag schenken wir Rosen als Zeichen unserer Freundschaft.

Leider ist bei der Produktion in vielen Entwicklungsländern die Kinderarbeit immer noch gang und gäbe. Deshalb sollte man auf faire Rosen achten, zum Beispiel mit dem Fairtrade-Siegel. Mit dem Verschenken von Fairtrade-Rosen am OMG setzen wir ein Zeichen für die Rechte der Arbeiterinnen auf Blumenfarmen.

Elisabeth Seyschab, Fachbetreuung WR

 

Was für ein Theater im Physikunterricht!

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Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a legten sich ganz schön ins Zeug: Im Vorfeld des Projekts „Astronomische Weltbilder“ wurden Illustrationen vorbereitet, Modelle gebaut und Kostüme angefertigt. Zudem wurde an Dialogen gefeilt und sogar die entsprechende Überleitungsmusik ausgewählt, um dem Publikum im szenischen Spiel einen Einblick in die wesentlichen Entwicklungsstufen des Weltbildes – ausgehend von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Moderne – zu vermitteln. In einer Marktplatzsituation „stritten“ die Zehntklässler sodann in Gestalt von ägyptischen und babylonischen Protagonisten um ihre Anschauungen oder schlüpften u.a. in die Rollen von Aristoteles, Aristarchos von Samos oder Kopernikus, um als solche glaubhaft die jeweiligen Positionen zu vertreten. Als Highlight bleibt wohl eine Szene aus dem Inquisitionsprozess der römischen Kurie gegen den italienischen Naturforscher Galileo Galileo in Erinnerung, die von den zwei Akteurinnen in einer schauspielerischen Glanzleistung dargeboten wurde. A propos Kirche: Natürlich wurden auch die unterschiedlichen Schöpfungs-geschichten der verschiedenen Religionen thematisiert. Gemeinsam freuen wir uns auf die Fortsetzung des Projekts, in welcher es schwerpunktmäßig um die Entstehung des Universums, die keplerschen Gesetze und das Gravitationsgesetz von Newton gehen wird.

StD Bastian Paskuda